Zufriedener AufenthaltPosted: Mon, May 22 2006Rooms:
2.8Service:
3Value:
3Wir haben zu viert in zwei Doppelzimmern fünf Tage im Antea Hotel verbracht. Es war eine frühlingshafte Wetterlage, die man durchaus als "Der April macht, was er will" bezeichnen kann: Von knalligen, warmen Sonnentagen bis sehr kalten und vollends nieselnden(regnenden) Tagen.
Im Folgenden gehen wir auf positive und negative Punkte ein:
Der Zimmerservice war sehr gut, die Raumpflegekräfte haben alles ordentlich sauber gemacht, sich diskret verhalten, waren praktisch nicht sichtbar. Die Handtücher und die Bettwäsche wurden laufend gewechselt. Es wurde nichts entwendet, nicht einmal der Verdacht des Schnüffelns kam bei uns auf.
Bedingt durch einen Billigairline-Flug kamen wir morgens um ca. 4.00 Uhr an, man ließ uns trotzdem ein und gab uns die Zimmer ohne Aufpreis(am Ende der Reise verließen wir wegen des Fluges dementsprechend früher, so dass es sich ausglich). Es ist ein Nachtportier vorhanden.
Sprachlich hapert es im Hotel: Deutsch ist eine Fremdsprache, obwohl es schien, dass einer des Empfangspersonals Deutsch verstand, aber nicht reagierte. Mit Englisch war es ein bisschen besser, doch eine durchgehende Konversation war sehr schwierig.
Es waren Gäste im Hause, zumeist Holländer, die sich des Nachts sehr laut verhielten, z.B. an ihre Türen laut klopften und hintereinander her schrien, Telefonate miteinander führten und sich auch in den Telefonnummern irrten, so dass man im schlafenden Zustand plötzlich ein Klingeln bei sich im Zimmer hörte und aufschreckte. Das Hotelpersonal hätte dies vielleicht hören müssen, hat aber nichts unternommen. Diese Leute waren ein Glück nach zwei Tagen verschwunden, aber warum hat sich keiner des Personals mal darum gekümmert, nachts für ein wenig Ruhe im Hause zu sorgen?
Ob man im Antea Post zur Weiterversendung abgeben sollte, ist anzuzweifeln. Wir fanden während des ganzen Aufenthaltes nur einen Postkasten und nicht ein Postamt, so dass wir den Hotelservice dafür nutzen wollten. Von zehn Postkarten, die wir am Schalter abgaben, deren Tarife wir nach Deutschland vorab bezahlten, kam selbst nach vier Wochen keine bei regional unterschiedlichen Adressen an. Für uns scheint, dass unsere Post einfach weggeworfen und das Portogelt eingesteckt wurde(man hat vor uns nicht frankiert) und man so seinen Lohn aufbesserte.
Das Frühstück bestand aus einem jeden Tag gleichen Büffet: Gurken, Tomaten, drei Sorten Oliven, eine Art Feta-Käse, Joghurt, sehr leckeres türkische Brot, Käse in Streifen(immer die gleiche Sorte), Honig, Marmelade(Erdbeer, Kirsch, Aprikose), gekochten Eiern und Rühreiern(nicht immer fest). Der Kaffee kam aus einem Jakobs-Kröhnung-Kaffeeaufbereiter, war allerdings türkischer Kaffee, der mit Zucker und Milch schmeckte. Daneben stand ein Teebehälter(schwarzer Tee).
Was man unter Saft verstand, war praktisch Aldi-Quick Instantsaft, der wirklich nur nach Zucker schmeckte. Beim roten Saft schien es arabischer "Kakatee"(Hisbiscustee kalt) zu sein, der gut schmeckte.
Aber: Auf der einen Seite des Frühstücksraumes(im Keller, ohne Fenster) durfte man rauchen. Dieser Rauch zog auch auf die andere Seite, bei Nachfrage wurde es als erlaubt bezeichnet, dass man rauchen durfte(vom Kellner), die Rezeption verneinte dies. Was stimmt nun? Sollte man nicht das Rauchen, was ja so nötig schien für Süchtige, zumindest während des Aufenthaltes im gemeinsamen Frühstücksraum verbieten?
Wir würden trotz aller Unzulänglichkeiten das Antea Hotel noch einmal buchen, allein schon wegen der zentralen Lage, des über einen Reiseveranstalter billigen Tarifes und des guten Raumservices. Man ist mit wenigen Schritten um die Ecke herum in ca. 5 min. unten bei der Blauen Moschee, wenn rechts vom Ausgang hoch lief, war man gleich in der Nähe eines Hamams, McDonalds(wer´s will) und verschiedener Restaurants. Dort ist auch die Straßenbahn.
Ihnen einen schönen Aufenthalt in Istanbul. Uns hat´s insgesamt gut gefallen.